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Blaue Fußballschuhe in einer Koordinationsleiter

Koordination im Fußball

Koordination – das unsichtbare Wunder hinter jedem perfekten Pass und jedem präzisen Dribbling!

Wer wirklich technisch glänzen will, muss sein Körpergefühl und Bewegungen zu 100% kontrollieren können.

Es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern darum, im richtigen Moment den richtigen Schritt zu machen und dabei jeden Ball mit chirurgischer Präzision zu führen.

Ohne die richtige Koordination bleibst du ein Durchschnittsspieler, der nur schwer ins Spiel findet!

Bist du bereit, deinen Körper in völliger Harmonie mit dem Ball zu bringen?

Lass jetzt nichts mehr dem Zufall überlassen!

Werde der Spieler, der auf dem Platz alles im Griff hat.

Vereinbare dein kostenloses Erstgespräch und wirst du nie wieder eine Chance auf dem Platz verpassen!

Bedeutung der Koordination im Fußball

✓ Technische Fertigkeiten: Eine hohe Koordination ist notwendig, um komplexe Bewegungen wie Dribblings, Pässe oder Schüsse erfolgreich umzusetzen.

 

✓ Räumliches Bewusstsein: Koordination hilft Spielern, ihre Position im Raum sowie die der Mit- und Gegenspieler besser wahrzunehmen, was für das Treffen von Entscheidungen wichtig ist.

 

✓ Reaktionsfähigkeit: Spieler mit guter Koordination können schneller auf Veränderungen im Spiel reagieren, sei es bei einem unerwarteten Pass oder einem Wechsel der Spielsituation.

Fußballer, der mit dem Ball jongliert, um Koordination zu verbessern

✓ Verletzungsprophylaxe: Koordinationstraining verbessert die Stabilität und das Gleichgewicht, was das Risiko von Verletzungen verringern kann.

Hürdenläuferin

Arten der Koordination im Fußball

✓ Gleichgewicht: Die Fähigkeit, das Körpergewicht während der Bewegung zu kontrollieren und zu stabilisieren.

 

✓ Räumliche Koordination: Die Fähigkeit, Bewegungen in Bezug auf den Raum zu planen und auszuführen, wie beim Dribbling oder Passen.

✓ Temporale Koordination: Die Fähigkeit, Bewegungen zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge auszuführen, um ein Ziel zu erreichen.

✓ Kinästhetische Koordination: Das Gefühl für die eigene Körperbewegung und die Kontrolle über die Muskulatur.

Balancieren auf roter Stange, um koordinative Fähigkeiten zu trainieren

Trainingsmethoden zur Verbesserung der Koordination

Ball- und Fußkoordination

Diese Übungen fördern die Fähigkeit, den Ball präzise zu kontrollieren und gleichzeitig die Bewegungen der Füße zu synchronisieren.

✓ Ziel: Verbesserung der Technik beim Ballspielen und der Fuß-Augen-Koordination.

✓ Beispiel: Jonglieren mit dem Ball, abwechselnd mit dem rechten und linken Fuß, 5-10 Minuten.

Koordinationsleiter

Der Einsatz der Koordinationsleiter verbessert die Fußgeschwindigkeit, Agilität und allgemeine Beweglichkeit durch gezielte Schrittfolgen.

✓ Ziel: Verbesserung der Schnelligkeit und Beweglichkeit in verschiedenen Bewegungsmustern.

✓ Beispiel: Verschiedene Übungen mit der Koordinationsleiter, 5 Durchgänge mit 1 Minute Pause zwischen den Sätzen.

 

Übungen mit der Koordinationsleiter: 
- Basic Step

✓ Ziel: Verbesserung der Fußgeschwindigkeit und Koordination.
✓ Ausführung:

  • Beginne am Anfang der Leiter.

  • Setze einen Fuß in die erste Stufe, gefolgt vom anderen Fuß.

  • Arbeite dich schnell die Leiter entlang, indem du jeden Fuß in jede Stufe setzt.

 

- Side Shuffle

✓ Ziel: Förderung der seitlichen Beweglichkeit und Koordination.
✓ Ausführung:

  • Stelle dich seitlich zur Leiter.

  • Springe mit beiden Füßen in die erste Stufe und anschließend wieder heraus, dabei von einer Seite zur anderen.

  • Bewege dich schnell entlang der Leiter und achte auf eine flüssige Bewegung.

 

- In-Out Steps

✓ Ziel: Verbesserung der Beinarbeit und Koordination.
✓ Ausführung:

  • Beginne am Anfang der Leiter.

  • Setze den rechten Fuß in die erste Stufe, gefolgt vom linken Fuß.

  • Danach den rechten Fuß wieder heraus und dann den linken.

  • Wechsle schnell zwischen rein und raus und arbeite dich die Leiter entlang.

 

- High Knees

✓ Ziel: Verbesserung der Beinhebung und Schnelligkeit.
✓ Ausführung:

  • Beginne am Anfang der Leiter.

  • Laufe mit hohen Knien die Leiter entlang und achte darauf, dass die Oberschenkel hoch angehoben werden.

  • Versuche, in jeder Stufe eine kurze Zeit zu verweilen.

 

- Lateral Hop

✓ Ziel: Förderung der Sprungkraft und seitlichen Stabilität.
✓ Ausführung:

  • Stehe seitlich an der Leiter.

  • Springe mit beiden Füßen in die erste Stufe und gleich wieder hinaus.

  • Bewege dich seitlich entlang der Leiter und springe in jede Stufe.

 

- Cross-Over Step

✓ Ziel: Verbesserung der Koordination und Fußarbeit.
✓ Ausführung:

  • Stehe vor der Leiter.

  • Setze den rechten Fuß über den linken Fuß in die erste Stufe.

  • Führe dann den linken Fuß über den rechten Fuß in die nächste Stufe.

  • Bewege dich so schnell wie möglich die Leiter entlang.

 

- Single-Leg Hops

✓ Ziel: Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit und Stabilität.
✓ Ausführung:

  • Stehe an einem Ende der Leiter.

  • Springe mit einem Bein in jede Stufe, ohne den Boden mit dem anderen Bein zu berühren.

  • Wechsle das Bein nach der Hälfte der Leiter.

 

- Reverse Ladder Run

✓ Ziel: Verbesserung der Rückwärtsbewegung und Koordination.
✓ Ausführung:

  • Stehe am Ende der Leiter und laufe rückwärts in jede Stufe.

  • Achte auf eine gute Körperhaltung und Stabilität beim Rückwärtslaufen.

 

- Two-Foot Jump

✓ Ziel: Förderung der Sprungkraft und Stabilität.
✓ Ausführung:

  • Beginne am Anfang der Leiter.

  • Springe mit beiden Füßen gleichzeitig in die erste Stufe und wieder hinaus.

  • Bewege dich schnell die Leiter entlang und achte auf eine explosive Sprungtechnik.

 

- Zick-Zack Drill

✓ Ziel: Verbesserung der Agilität und Richtungswechsel.
✓ Ausführung:

  • Beginne an einem Ende der Leiter.

  • Laufe in einer Zick-Zack-Bewegung, indem du abwechselnd die Stufen von links und rechts betrittst

  • Achte auf eine schnelle Fußarbeit und einen flüssigen Übergang zwischen den Bewegungen.

Gleichgewichtstraining

Gleichgewichtstraining stärkt die Stabilität und Körperkontrolle, was für sportliche Leistungen und Verletzungsprävention entscheidend ist.

✓ Ziel: Verbesserung des Gleichgewichts und der Stabilität.

✓ Beispiel: Balancieren auf einem Bein oder auf einer Wackelplatte für 30 Sekunden pro Bein, 3 Sätze.

Kooperative Spiele

Kooperative Spiele fördern Teamarbeit und Kommunikation, während sie gleichzeitig die motorischen Fähigkeiten und Koordination der Spieler entwickeln.

✓ Ziel: Verbesserung der Raumwahrnehmung und der koordinativen Fähigkeiten in Spielsituationen.

✓ Beispiel: Kleine Spielformen (z.B. 3-gegen-3) auf engem Raum mit verschiedenen Regeln, 10 Minuten pro Spiel mit 2 Minuten Pause.

Verschiedene Regeln für Spielformen: 
- Ballbesitzregel (Fünf Pässe vor dem Tor)

✓ Ziel: Förderung der Ballkontrolle und des Zusammenspiels.
✓ Ausführung:

  • Ein Team muss mindestens fünf Pässe erfolgreich spielen, bevor ein Torabschluss erfolgen darf.

  • Diese Regel zwingt die Spieler, präzise Pässe zu spielen und sich in Position zu bringen.

 

- Zonenregel (Spieler agieren nur innerhalb vorgegebener Zonen)

✓ Ziel: Verbesserung der Positionsspiel und taktischen Disziplin.
✓ Ausführung:

  • Die Spielfläche wird in Zonen unterteilt, in denen die Spieler nur innerhalb ihrer zugewiesenen Zone agieren dürfen.

  • Diese Regel fördert die Bewegungsintelligenz und das Verständnis für Raumaufteilung.

 

- Punkte für Ballkontakte (Punkte für jeden Pass; Tore zählen zusätzlich)

✓ Ziel: Steigerung des Ballbesitzes und der Passgenauigkeit.
✓ Ausführung:

  • Für jeden erfolgreichen Pass erhält das Team Punkte, während Tore zusätzlich gewertet werden.

  • Die Spieler werden motiviert, den Ball aktiv in den eigenen Reihen zu halten und präzise zu passen.

 

- Maximal zwei Ball-Berührungen pro Spieler

✓ Ziel: Verbesserung der Spielgeschwindigkeit und Entscheidungsfindung.
✓ Ausführung:

  • Jeder Spieler darf den Ball maximal zweimal berühren, bevor er den Pass spielt oder schießt.

  • Dies fördert schnelles Denken und eine flüssige Spielweise.

 

- Überzahlregel (Ein Team hat einen Extra-Spieler)

✓ Ziel: Erhöhung des Drucks auf die Verteidigung und Förderung kreativer Lösungen.
✓ Ausführung:

  • Ein Team spielt mit einem zusätzlichen Spieler, wodurch es leichter ist, Überzahlsituationen zu schaffen.

  • Die Spieler lernen, wie sie die Vorteile der Überzahl nutzen können.

 

- Tore aus verschiedenen Zonen (Tore dürfen nur aus bestimmten Zonen erzielt werden)

✓ Ziel: Förderung der strategischen Spielweise und Positionsspiel.
✓ Ausführung:

  • Tore können nur aus festgelegten Zonen des Spielfelds erzielt werden, was das Spiel dynamischer macht.

  • Spieler müssen gezielt in die richtigen Zonen vorrücken, um Tore zu erzielen.

 

- Einsatz von Gegenständen (Gegenstände müssen vor dem Torabschluss umdribbelt werden)

✓ Ziel: Verbesserung der Dribbling-Technik und individuellen Kreativität.
✓ Ausführung: 

  • Vor dem Abschluss müssen die Spieler Gegenstände umdribbeln, um den Schuss vorzubereiten.

  • Diese Regel schult die Ballkontrolle und fördert den Einsatz von Technik im Spiel.

Reaktionsspiele

Reaktionsspiele verbessern die Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit, indem sie Spieler dazu anregen, schnell auf visuelle oder akustische Signale zu reagieren.

✓ Ziel: Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit und der räumlichen Koordination.

✓ Beispiel: Ein Spieler gibt Signale, und die anderen reagieren schnell, indem sie sich in verschiedene Richtungen bewegen. 5 Durchgänge, 1 Minute Pause.

Autoscheinwerfer im Zeitraffer

Beispielhafter Trainingsplan für Koordination im Fußball

Woche 1-2: Fokus auf grundlegende Koordination

✓ Montag: Jonglieren mit dem Ball (5-10 Minuten) + 3x 10 Sprünge auf einem Bein (je 30 Sekunden)

✓ Mittwoch: Koordinationsleiter-Übungen (5 Durchgänge, 1 Minute Pause)

✓ Freitag: Balancieren auf einem Bein (3 Sätze pro Bein, 30 Sekunden)

Woche 3-4: Fokus auf komplexe Koordination und Reaktionen

✓ Montag: Kleine Spielformen (3-gegen-3, 10 Minuten) + 2 Minuten Pause

✓ Mittwoch: Reaktionsspiele (5 Durchgänge, 1 Minute Pause)

✓ Freitag: Kombinierte Koordinationsübungen mit Ball (z.B. Slalomlauf, Jonglieren, 10 Minuten)

Dieser Plan kann je nach Spielniveau und individuellen Zielen angepasst werden, um die Koordination optimal zu steigern.

 

Balance Board, auf dem Frau balanciert, um Koordination zu trainieren

Übungen zur Koordinationsverbesserung

Eine feine Koordination bildet die Basis für eine saubere Ballbeherrschung, schnelle Richtungswechsel und maximale Bewegungseffizienz in jeder Spielsituation.

Für die optimale Entwicklung kombinierst du die Verfeinerung der allgemeinen Bewegungsabläufe mit fußballspezifischen Elementen wie Tempowechseln und kognitiven Zusatzaufgaben unter Zeitdruck.

Die folgenden Übungen sind für eine methodische Steigerung aufgebaut, lassen sich durch zusätzliche Stationen flexibel für jede Gruppengröße skalieren und bieten dir als Trainer unzählige Möglichkeiten, visuelle oder akustische Reize exakt an das Niveau deines Teams anzupassen.

1. Technik-Parcours 360

✓ Ziel: Ganzheitliches Aufwärmen, Verbesserung der fußballspezifischen Koordination (Rhythmusgefühl, Frequenz), Passgenauigkeit unter moderater Bewegungsbelastung und kognitives Umschalten zwischen Agilität und Technik.

✓ Aufbau: Ein Parcours bestehend aus vier Stationen:

  1. Slalomstangen (4 Stück vertikal).

  2. Minisprint/Hürden (3 rote Hürden).

  3. Koordinationsringe (3 Reifen/Ringe).

  4. Koordinationsleiter (am Ende). An jeder Station steht ein fester Anspieler bereit.

✓ Spieleranzahl: Mindestens 6–8 Spieler (1–2 aktive Läufer, 4 feste Anspieler an den Stationen, der Rest wartet am Start).

✓ Ablauf:

  1. Start: Der Läufer passt zu Anspieler 1 (links oben), läuft durch den Stangenslalom und stellt sich an die Position, zu die er gepasst hat.

  2. Station 2: Pass zu Anspieler 2 (Mitte), Überlaufen der Hürden.

  3. Station 3: Pass zu Anspieler 3 (Rechts oben), durch die Ringe steppen.

  4. Abschluss: Pass zu Anspieler 4 (ganz rechts), durch die Koordinationsleiter arbeiten. Der Läufer rückt nach dem Durchgang immer auf die Anspielerposition nach (Rotation).

✓ Coaching-Tipps:

  • Qualität vor Tempo: In der Aufwärmphase steht die saubere Ausführung der Koordinationsschritte im Vordergrund. Keine Hektik!

  • Pass-Timing: Der Rückpass der Anspieler muss genau in dem Moment kommen, in dem der Läufer das Hindernis verlässt, damit er nicht abstoppen muss.

  • Vorderfußlauf: In der Leiter und im Slalom auf den Ballen bleiben, um die Sprunggelenke zu aktivieren.

✓ Variation:

  • Vorgabe für die Leiter: Einmal „Zwei Kontakte pro Feld“, einmal „Side-Steps“ oder „Icke-Schritt“.

  • Direktspiel: Alle Pässe müssen direkt (One-Touch) zurückgespielt werden.

  • Zweiter Ball: Sobald der erste Läufer an den Hürden ist, startet der nächste Läufer (erfordert hohe Aufmerksamkeit der Anspieler).

 
2. Linearer 25m-Koordinations-Zirkel

✓ Ziel: Hochintensives Intervalltraining zur Verbesserung der anaeroben Ausdauer, Sprintschnelligkeit und fußballspezifischen Koordination unter starker körperlicher Ermüdung.

✓ Aufbau:

  • Es wird eine Sprintstrecke von exakt 25 Metern Länge markiert.

  • Auf dieser Distanz werden vier parallele Laufbahnen mit unterschiedlichen athletischen Hindernissen aufgebaut.

  • Bahn 1 (ganz links): Koordinationsringe für Sprünge.

  • Bahn 2: Stangen oder Hütchen für einen frontalen Slalom.

  • Bahn 3: Eine Koordinationsleiter für schnelle Fußarbeit.

  • Bahn 4 (ganz rechts): Mini-Hürden für reaktive Sprungkraft.

✓ Spieleranzahl: Mindestens 8 Spieler, aufgeteilt in zwei Gruppen. Eine Gruppe positioniert sich oben an der Startlinie, die andere Gruppe wartet unten am Ende der 25-Meter-Markierung.

✓ Ablauf:

  • Die Übung ist als hochintensiver Pendel-Staffellauf konzipiert.

  • Auf das Startsignal sprinten die vier oberen Spieler gleichzeitig los und absolvieren das Hindernis auf ihrer jeweiligen Bahn.

  • Nach dem Hindernis sprinten sie die restliche Distanz der 25 Meter im Höchsttempo durch und erreichen die untere Gruppe.

  • Sobald sie dort ankommen (fliegender Wechsel), startet die untere Gruppe sofort in die entgegengesetzte Richtung, durchquert die Hindernisse von unten nach oben und erreicht die obere Startlinie.

  • Nach einem kompletten Intervall-Block (z. B. 4 bis 6 Sprints pro Spieler) rotieren alle Spieler eine Bahn weiter nach rechts, sodass jeder im Laufe der Übung jedes Hindernis absolviert.

✓ Coaching-Tipps:

  • Qualität vor Tempo im Hindernis: Auch wenn die Lunge brennt und die Beine schwer werden, muss die Technik in der Leiter oder über die Hürden sauber bleiben. Fehlerhafte Ausführungen erhöhen das Verletzungsrisiko.

  • Aktive Armarbeit: Beim 25-Meter-Sprint und in den Hindernissen müssen die Arme im 90-Grad-Winkel aktiv mitgenommen werden, um den Rhythmus und den Vorwärtszug zu unterstützen.

  • Kein Auslaufen vor der Linie: Der Sprint muss zu 100 % bis zur Ziellinie durchgezogen werden. Erst nach dem Überschreiten der Linie (und dem Wechsel mit dem Mitspieler) wird das Tempo herausgenommen.

✓ Variation:

  • Einbindung der Bälle am Wendepunkt: An der unteren Linie liegen Fußbälle bereit. Bevor der Wechsel stattfindet, muss der ankommende Spieler einen sauberen Doppelpass (One-Touch) mit dem wartenden Spieler spielen, bevor dieser lossprinten darf.

  • Richtungsänderung in der Ausführung: Die Hindernisse müssen auf dem Rückweg rückwärts oder seitwärts (Side-Steps) absolviert werden.

  • Wettkampf-Modus: Die Bahnen treten gegeneinander an. Das Team, das auf seiner Bahn als Erstes eine vorgegebene Anzahl an Durchgängen fehlerfrei beendet hat, gewinnt.

 
3. Der fließende Zopf

✓ Ziel: Perfektionierung des Passspiels in der Vorwärtsbewegung, Schulung des Timings beim Lösen vom Gegner (Auftaktbewegung) sowie die Verbesserung des Rhythmusgefühls im ballorientierten Nachrücken („Passen und Hinterherlaufen“).

✓ Aufbau: 

  • Es wird ein dynamisches Dreieck oder eine enge Passgasse im Raum aufgebaut.

  • Die Spieler formieren sich zu Beginn in einer engen Gruppe mit Ball.

✓ Spieleranzahl: 3 aktive Spieler in der direkten Kombination (im Video: Spieler Blau, Spieler Lila und Spieler Gelb). Die Übung läuft als fließende, endlose Dreier-Kombination durch den Raum.

✓ Ablauf: Die Spieler bewegen sich gemeinsam und im ständigen Positionswechsel diagonal über das Feld. Das Passmuster wiederholt sich fortlaufend nach dem Prinzip „Übergeben, Kreuzen und Nachrücken“:

  • Auftakt: Spieler 1 (Gelb) spielt einen kurzen, präzisen Pass auf Spieler 2 (Lila).

  • Die Ablage und das Kreuzen: Spieler 2 lässt den Ball klatschen oder legt ihn leicht in den Lauf von Spieler 3 (Blau) ab, der sich im richtigen Moment im Rücken der Mitspieler freigelaufen hat.

  • Nachrücken: Sofort nach dem Pass läuft der abgebende Spieler intensiv dem Ball hinterher, um die nächste Station im Dreieck zu besetzen.

  • Endlos-Schleife: Spieler 3 nimmt den Ball mit, passt ihn wieder direkt in den Lauf des nachrückenden Spielers 1 und die Kombination setzt sich fließend über den gesamten Platz fort. Die Spieler „flechten“ sich so wie ein Zopf gegenseitig den Weg frei.

✓ Coaching-Tipps:

  • Pass in den Vorwärtslauf (Open Space): Die Pässe dürfen nicht in den Rücken oder direkt auf den Mann gespielt werden. Der Ball muss leicht in den freien Raum vor den Mitspieler gelegt werden, damit die Vorwärtsbewegung fließend bleibt.

  • Blickkontakt und offene Spielstellung: Vor jedem Pass und jeder Ballannahme ist der Blick kurz vom Ball zu lösen, um den Mitspieler im Raum wahrzunehmen.

  • Timing beim Kreuzen: Die Spieler dürfen den Laufweg nicht zu früh kreuzen, da sonst der Passwinkel zugestellt wird. Erst im Moment der Ballabgabe wird explosiv in den freien Raum gestartet.

✓ Variation:

  • Direktspiel-Zwang (One-Touch): Um das Tempo und den mentalen Druck extrem zu erhöhen, wird die gesamte Kombination ohne Ballannahme (komplett direkt) gespielt. Das erfordert perfektes Pass-Timing.

  • Abschluss mit Torerfolg: Nach einer festgelegten Anzahl an Pässen (z. B. nach 3 erfolgreichen Kombinationen) erfolgt ein finaler Steilpass in die Tiefe und der vorderste Spieler schließt fliegend auf ein großes Tor ab.

  • Signal-Richtungswechsel: Auf ein akustisches Signal des Trainers (z. B. ein Pfiff) muss die Laufrichtung des gesamten „Zopfs“ sofort um 180 Grad gedreht werden. Der gerade ballführende Spieler muss sich blitzschnell eindrehen und die Kombination in die Gegenrichtung starten.

 
4. Die Farb-Gitter-Matrix

✓ Ziel: Verbesserung der fußballspezifischen Beinarbeit, der Rhythmusfähigkeit und der Frequenzschnelligkeit durch abwechslungsreiche koordinative Muster, kombiniert mit einem explosiven Antritt und einer regenerativen Jogging-Phase.

✓ Aufbau:

  • Die Matrix: In der Mitte des Spielfelds wird ein großes Gitter aus farbigen Hütchen aufgebaut. Es besteht aus mehreren Reihen hintereinander, die farblich sortiert sind (z. B. braun, blau, lila, grün, gelb).

  • Startzone: Eine Wartelinie befindet sich am Anlaufpunkt (Start) direkt vor der Hütchen-Matrix.

  • Die Endstationen: Hinter der Matrix sind gelbe Hürden/Stangen flach hintereinander aufgebaut. Am Ende der gesamten Bahn steht eine Koordinationsleiter.

✓ Spieleranzahl: Mindestens 4 Spieler, die nacheinander in kurzen Abständen als Kette durch den Parcours geschleust werden.

✓ Ablauf: Die Spieler absolvieren die Stationen ohne Ball im fließenden Rhythmus hintereinander:

  • Station 1 (Die Matrix): Der Spieler startet von der Linie und durchläuft die Hütchen-Matrix mit schnellen, seitlichen Richtungswechseln (Slalom/Zick-Zack) durch die farbigen Hütchenreihen.

  • Station 2 (Die Hürden): Unmittelbar nach der Matrix folgt ein Vorwärtssprint, bei dem die am Boden liegenden gelben Stangen/Hürden mit schnellen Schritten (z. B. High-Knees oder Tippelschritten) überlaufen werden.

  • Station 3 (Die Leiter): Direkt im Anschluss arbeitet sich der Spieler mit hoher Fußfrequenz durch die Koordinationsleiter.

  • Der Rückweg (Joggen): Nach dem Verlassen der Leiter biegt der Spieler nach links ab und joggt im moderaten Tempo an der Seite entlang zurück zum Startpunkt, um sich wieder hinten anzustellen.

✓ Coaching-Tipps:

  • Vorderfußlauf beibehalten: Über die gesamte Dauer der Matrix und in der Leiter flach auf den Fußballen bleiben. Die Fersen berühren nicht den Boden, um maximale Reaktivität zu garantieren.

  • Saubere Schrittmuster: In der Matrix und bei den Stangen gilt „Qualität vor Tempo“. Die Füße dürfen die Hütchen nicht berühren oder verschieben.

  • Aktive Erholung: Die Jogging-Phase auf dem Rückweg muss bewusst zur Senkung der Herzfrequenz genutzt werden, um für den nächsten Durchgang wieder voll belastbar zu sein.

✓ Variation:

  • Kognitive Farbvorgabe: Der Trainer ruft beim Start eine Farbe aus. Der Spieler darf das Gitter nur über die Hütchen dieser spezifischen Farbe durchqueren.

  • Muster-Wechsel in der Leiter: Bei jedem Durchgang wird das Schrittmuster in der Koordinationsleiter variiert (z. B. „Zwei Kontakte pro Feld“, „Seitlicher Icky-Shuffle“ oder „Spreizsprünge“).

  • Mit Ball am Fuß: Der gesamte Parcours wird mit Ball absolviert. Die Matrix erfordert enges Dribbling mit vielen Tempowechseln, an den Stangen wird der Ball vorbeigepasst und hinter der Leiter fliegend kontrolliert.

 
5. Die Frequenz-Gasse

✓ Ziel: Aktivierung des Nervensystems in der Aufwärmphase, Erhöhung der Schrittfrequenz, Schulung der reaktiven Sprungkraft sowie die Kombination von koordinativer Vorbelastung mit präzisem Passspiel und explosivem Antritt.

✓ Aufbau:

  • Die Trainingsgasse: Das Feld wird spiegelbildlich in zwei parallele Übungsbahnen aufgeteilt.

  • Die Hindernisse: Jede Bahn verfügt über zwei nacheinander geschaltete Koordinationsgeräte: zuerst ein Set aus 3 roten Mini-Hürden, direkt gefolgt von einer Koordinationsleiter.

  • Die Positionen: An den Enden der beiden Bahnen (hinter den Hütchentoren) steht jeweils ein fester Anspieler mit Ball bereit. Die aktiven Läufer reihen sich an den Startlinien vor den Hürden ein.

✓ Spieleranzahl: Große Trainingsgruppe (im Video 12 aktive Feldspieler), aufgeteilt auf zwei parallele Startreihen und die festen Anspielerpositionen am Ende.

✓ Ablauf: Die Spieler durchlaufen die Bahnen im fließenden Wechsel nach folgendem exakten Muster:

  • Auftakt-Pass: Der erste Läufer an der Startlinie startet nicht einfach los, sondern spielt zuerst einen präzisen Auftakt-Pass flach diagonal nach vorne zum festen Anspieler, welcher ihn gerade auf den anderen Spieler zurückprallen lässt.

  • Station 1 (Die Hürden): Sofort nach dem Pass sprintet der Läufer los und überläuft die 3 Mini-Hürden mit hoher Frequenz.

  • Station 2 (Die Leiter): Ohne Tempoverlust geht es direkt in die Koordinationsleiter, in der das vorgegebene Schrittmuster im Höchsttempo absolviert wird.

  • Die Rotation: Der Läufer stellt sich nach dem Sprint hinten an. (Alternativ wechseln Läufer und Anspieler nach einer festen Zeit die Rollen).

✓ Coaching-Tipps:

  • Passschärfe beim Auftakt: Der erste Pass muss trotz der direkt folgenden Laufbewegung druckvoll und flach gespielt werden, damit der Anspieler den Ball sauber verarbeiten und für den Rückpass bereitlegen kann.

  • Timing des Rückpasses: Der Anspieler darf den Ball weder zu früh noch zu spät zurückspielen. Der Ball muss genau in der Millisekunde kommen, in der der Läufer den Fuß aus dem letzten Feld der Leiter setzt, um den Vollsprint optimal einzuleiten.

  • Vorderfußlauf & Armarbeit: In den Hürden und der Leiter konsequent auf den Fußballen bleiben und die Arme aktiv mitnehmen, um den Rhythmus für die anschließende Ballmitnahme hochzuhalten.

✓ Variation:

  • Direktspiel beim Rückpass (One-Touch): Der Läufer nimmt den Ball nach der Leiter nicht mit, sondern spielt den Pass des Anspielers direkt aus dem Lauf mit einem Kontakt wieder zurück und sprintet dann ohne Ball durchs Tor.

  • Doppelpass nach der Leiter: Nach der Leiter spielen Läufer und Anspieler am Hütchentor einen schnellen, direkten Doppelpass, bevor der Läufer den Ball sichert.

  • Schrittmuster-Wechsel: Der Trainer variiert bei jedem Durchgang die Vorgaben für die Leiter (z. B. Side-Steps, zwei Kontakte pro Feld oder Rückwärts-Einstieg).

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