top of page
Jugendspieler, der Einwurf ausführt

Einwurf

Einwürfe sind weit mehr als nur eine Möglichkeit, das Spiel fortzusetzen – sie können zur tödlichen Waffe werden! Richtig ausgeführt, reißen sie Lücken in die Defensive, ermöglichen blitzschnelle Angriffe und setzen den Gegner massiv unter Druck. Während viele Teams Einwürfe unterschätzen, nutzen Top-Mannschaften sie gezielt, um Chancen zu kreieren und das Spieltempo zu diktieren. Wer diese Standardsituation meistert, verschafft sich einen entscheidenden Vorteil!

Sichere dir jetzt dein kostenloses Erstgespräch und erfahre, wie du dein Team mit innovativen Einwurfstrategien unberechenbar machst!

Wichtige Regeln und technische Aspekte

Regelkonformität:

✓ Beide Füße müssen den Boden berühren.

✓ Die Füße müssen auf oder hinter der Seitenlinie stehen.

✓ Der Ball muss mit beiden Händen über den Kopf geworfen werden.

✓ Der Einwurf muss von der Stelle ausgeführt werden, an der der Ball das Spielfeld verlassen hat.

Schneller Einwurf:

✓ Ein schneller Einwurf kann den Gegner überraschen und eine Angriffsmöglichkeit eröffnen, bevor die Defensive organisiert ist.

Fußballer beim Einwurf

Einwürfe in gefährlichen Zonen:

✓ In der Nähe des eigenen Strafraums sollte der Einwurf sicher zu einem Mitspieler gespielt werden, um Ballverluste zu vermeiden.

✓ In der Nähe des gegnerischen Strafraums können lange Einwürfe als Angriffsmittel verwendet werden.

Fußballstadion

Taktische Optionen und Spielzüge

Langer Einwurf:

✓ Einwurf-Spezialisten mit einer guten Wurfkraft können den Ball weit in den Strafraum werfen. Dies kann ähnlich wie eine Flanke oder ein Eckball wirken.

✓ Ideal für Kopfballstarke Mitspieler, die den Ball ins Tor verlängern können.

Kurzer Einwurf:

✓ Dies ist die sicherste Variante, um den Ballbesitz zu behalten. Der Einwerfende wirft zu einem nahen Mitspieler, der den Ball dann entweder zurückspielt oder eine schnelle Drehung macht.

Einwurf auf den Körper:

✓ Der Ball wird direkt auf den Oberkörper eines Mitspielers geworfen, der den Ball mit der Brust oder dem Fuß kontrollieren kann, um weiterzuspielen.

✓ Vorteilhaft, wenn wenig Raum vorhanden ist und direkter Bodenkontakt vermieden werden soll.

 

Einwurf auf den Kopf:

✓ Der Ball wird hoch auf einen kopfballstarken Spieler geworfen, der den Ball verlängert oder ablegt. Diese Variante kann besonders im Angriffsdrittel gefährlich sein.

 

Laufspielzüge:

✓ Der Spieler, der den Einwurf empfängt, läuft in den Raum, um den Ball direkt weiterleiten oder einen schnellen Angriff einzuleiten.

✓ Ein Mitspieler bewegt sich von seiner Position weg, um Raum zu schaffen und einen weiteren Spieler anzulocken. Dadurch entsteht Platz für den ballführenden Spieler.

 

Doppelpass nach dem Einwurf:

✓ Der Einwerfende spielt den Ball zu einem nahen Mitspieler und startet direkt in den freien Raum. Der Mitspieler gibt den Ball schnell zurück, um Raumgewinn zu erzielen.

 

Überlaufen und Kreuzbewegungen:

✓ Spieler, die den Einwurf erwarten, kreuzen ihre Laufwege oder überlaufen sich gegenseitig, um die Zuordnung der Verteidiger zu erschweren.

 

Spiel auf den freien Raum:

✓ Anstatt den Ball direkt zu einem Mitspieler zu werfen, kann der Einwurf in einen freien Raum gespielt werden, um die Verteidigung zu überraschen und den Ball erst im Raum zu kontrollieren.

Stein mit der Aufschrift "Keep Calm" (Bleib ruhig) auf Blätterboden

Strategische Überlegungen

✓ Druck entlasten: Besonders in der eigenen Hälfte sollte der Einwurf sicher erfolgen, um unnötige Ballverluste zu vermeiden. Oft werden Einwürfe in dieser Zone auf einen defensiven Mitspieler gespielt.

✓ Tempo variieren: Langsame, kontrollierte Einwürfe ermöglichen es der Mannschaft, sich neu zu formieren, während schnelle Einwürfe das Spiel beschleunigen können.

✓ Spielerzonenbesetzung: Die Mitspieler sollten verschiedene Positionen abdecken (kurz, mittig, lang), um mehrere Optionen für den Einwurf zu schaffen und unberechenbar zu bleiben.

✓ Positionswechsel: Spieler können vor dem Einwurf ihre Positionen tauschen, um Verwirrung bei der Gegnermannschaft zu stiften und sich leichter anspielbar zu machen.

✓ Einwurf-Spezialist: Ein Spieler mit besonders starken und präzisen Einwürfen kann gezielt trainiert werden, um Einwürfe als gefährliche Waffe in der Offensive einzusetzen, ähnlich wie bei Rory Delap, der für lange Einwürfe berüchtigt war.

Fußballtrainer, der vor einer Taktiktafel steht, auf der Taktiken für Einwürfe (Throw-In) draufstehen

Die besten Einwurfvarianten für mehr Ballbesitz und Torgefahr

Einwürfe sind weit mehr als nur die Fortsetzung des Spiels. Mit cleveren Einwurfvarianten kannst du Drucksituationen lösen, freie Räume bespielen und gefährliche Angriffe vorbereiten. Gut abgestimmte Bewegungen und schnelle Entscheidungen machen aus einem einfachen Einwurf einen echten Vorteil für dein Team.

 
1. Die Raumöffner-Rochade

✓ Ziel: Gezieltes Aufreißen der gegnerischen Defensivkompaktlinie bei einem eigenen Einwurf im Angriffsdrittel. Durch koordinierte Täuschungsläufe wird eine massive Freizone im Halbraum kreiert, um einen nachrückenden Spieler freizuspielen und sofort den Torabschluss einzuleiten.

✓ Aufbau: Einwurf-Situation auf dem Flügel in der gegnerischen Hälfte.

  • Die angreifende Mannschaft (Rot) formiert sich zunächst in einer engen Traube nahe der Einwurfposition, um die Verteidiger (Blau) dort zu binden.

✓ Spieleranzahl: Mindestens 7 Angreifer (Einwerfer + 6 Feldspieler) gegen die organisierte Defensive des Gegners.

✓ Ablauf:

  • Die Ausgangslage: Der Einwerfer (2) steht an der Seitenlinie bereit. Die Spieler 9, 11 und 10 stehen eng gestaffelt in Ballnähe.

  • Die Täuschungsläufe (Raumschaffung): Spieler 9 startet plötzlich im Vollsprint tief in Richtung Eckfahne und zieht seinen direkten Manndecker konsequent mit. Gleichzeitig bewegt sich Spieler 10 diagonal leicht nach außen.

  • Das Entstehen der Freizone: Durch das synchrone Wegziehen der Verteidiger öffnet sich im gefährlichen Halbraum direkt vor dem Strafraum eine riesige, unbesetzte Lücke (im Video rot schattiert).

  • Der Einwurf & Tiefenlauf: Der Einwerfer (2) wirft den Ball präzise und mit Druck in diesen freien Raum. Exakt im Moment des Abwurfs sprintet der Mittelfeldspieler (8) explosiv aus der Tiefe in die Freizone und kann den Ball völlig unbedrängt annehmen.

  • Der finale Pass & Abschluss: Spieler 8 dreht sich sofort auf und spielt einen messerscharfen Steckpass in die Schnittstelle auf den eingelaufenen Flügelspieler der fernen Seite (7), der den Ball direkt im Tor versenkt.

✓ Coaching-Tipps:

  • Überzeugende Scheinsprints: Der Lauf von Spieler 9 zur Eckfahne muss mit 100 % Intensität erfolgen. Wenn der Stürmer trabt, bleibt der Verteidiger im Raum stehen und die Variante ist wirkungslos.

  • Lauern im toten Winkel: Der finale Passempfänger (Spieler 8) darf keinesfalls zu früh in die freie Zone starten. Er muss im Windschatten der vorderen Kette lauern und erst explodieren, wenn der Einwerfer die Wurfbewegung einleitet.

  • Flaches und scharfes Zuspiel: Der Einwurf sollte nach Möglichkeit kein hoher, schwer zu kontrollierender Ball sein, sondern flach oder als druckvoller Aufsetzer direkt in den Lauf gespielt werden, um ein direktes Aufdrehen zu ermöglichen.

✓ Variation:

  • Der Dummy-Durchlasser: Spieler 10 läuft den Einwerfer aktiv an, tut so, als ob er den Ball annimmt, lässt ihn aber clever durch die Beine (Dummy-Run) zu Spieler 8 durchrollen, was die Abwehr komplett verwirrt.

  • Direktes Freiblocken (Sperre-Absetzen): Spieler 11 stellt im Moment des Einwurfs einen aktiven, legalen Block (wie im Basketball) gegen den Verteidiger von Spieler 8, um diesem noch mehr Zeit bei der Ballverarbeitung im Halbraum zu verschaffen.

  • Direktabschluss aus der zweiten Reihe: Bleiben die gegnerischen Innenverteidiger tief im Zentrum stehen und stellen den Passweg zu Spieler 7 zu, nutzt Spieler 8 den Freiraum und zieht sofort per Fernschuss aus dem Rückraum ab.

bottom of page