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Jugendfußballspieler beim Dribbling um Hütchen

Dribbeln und Ballkontrolle

Absolute Ballkontrolle ist der Schlüssel zum Spiel!

Beim Dribbeln geht es nicht nur um Tempo, sondern darum, den Ball jederzeit unter Kontrolle zu haben – egal ob im Sprint, bei plötzlichen Richtungswechseln oder unter Gegnerdruck.

Je besser deine Technik, desto sicherer deine Aktionen. Hier entscheidet sich, ob du das Spiel bestimmst oder nur reagierst.

Willst du den Ball so kontrollieren, dass du jederzeit den nächsten Schritt diktierst? Dann sichere dir jetzt dein kostenloses Erstgespräch und werde zum Spieler, der den Unterschied macht!

 

Übungen zum Dribbling und Ballkontrolle

​Beim Training von Dribbling und Ballkontrolle ist es wichtig, abwechslungsreiche Übungen einzusetzen, um verschiedene Techniken zu fördern.

Drucksituationen, wie 1 gegen 1 oder Zeitlimits, helfen Spielern, Entscheidungen zu treffen und Kontrolle zu bewahren. Übungen sollten dem Leistungsniveau der Spieler angepasst werden, um Herausforderungen zu bieten, ohne sie zu überfordern.

Die Wiederholung grundlegender Techniken und gezieltes Feedback des Trainers sind entscheidend für die Technikverfeinerung.

Regelmäßiges Training der körperlichen Fitness ist ebenfalls wichtig, da Ausdauer und Schnelligkeit für effektives Dribbling unerlässlich sind.

 
1. Alternierendes 1-gegen-1

✓ Ziel: Maximierung der Durchsetzungsfähigkeit im offensiven 1-gegen-1, Schulung des explosiven Umschaltens von Pass auf Defensive sowie Torabschluss unter hohem Zeit- und Gegnerdruck.

✓ Aufbau:

  • Ein Großtor mit einem festen Torhüter.

  • Vier Hütchen markieren die Start- und Aktionsbereiche: zwei Hütchen bilden ein zentrales Tor im Halbfeld, zwei weitere Hütchen sind auf den Flügelbahnen positioniert.

  • Zwei Startpositionen: Team Rot formiert sich zentral am Mittelkreis, Team Blau postiert sich an der Torlinie neben dem Tor mit einem Ballvorrat.

✓ Spieleranzahl: Ab 6 Feldspieler + 1 Torhüter (perfekt für Kleingruppentraining skalierbar).

✓ Ablauf:

  1. Durchgang A (Zentrum-Angriff): Ein blauer Spieler passt den Ball scharf flach nach vorne zu einem roten Spieler, der sich am zentralen Hütchentor anbietet. Sofort nach dem Pass sprintet der blaue Spieler als Verteidiger heraus. Der rote Spieler dreht auf und versucht, im zentralen 1-gegen-1 zum Torabschluss zu kommen.

  2. Durchgang B (Flügel-Angriff): Direkt nach der ersten Aktion wechselt das Geschehen. Ein roter Spieler aus der Zentrale spielt einen Diagonalpass auf den Flügel zu einem startenden blauen Spieler. Der rote Passgeber sprintet sofort defensiv nach, um den Außenbahnspieler zu stellen. Es entsteht ein 1-gegen-1 vom Flügel mit Zug zum Tor.

  3. Die Übung läuft in diesem permanenten Wechsel (Zentrum / Flügel), sodass beide Teams fortlaufend zwischen Angreifer- und Verteidigerrolle rotieren.

✓ Coaching-Tipps:

  • Explosiver Start: Der Passgeber muss den Ball nicht nur übergeben, sondern sofort mit dem Pass den Defensivsprint anziehen, um den Raum für den Angreifer eng zu machen.

  • Tempo im Dribbling: Der Angreifer darf den Ball nicht im Stehen annehmen, sondern muss den ersten Kontakt direkt in die Vorwärtsbewegung und auf den Verteidiger zu nehmen.

  • Abbremsverhalten (Defensive): Der Verteidiger darf nicht kopflos in den Angreifer hineinlaufen, sondern muss ca. 1–2 Meter vor dem Duell den Körperschwerpunkt senken, um auf Finten reagieren zu können.

  • Zielstrebigkeit: Den Torabschluss konsequent suchen, sobald sich eine kleine Lücke für den Schuss öffnet.

✓ Variationen:

  • Zeitlimit: Der Angreifer hat nach der Ballannahme maximal 5 oder 6 Sekunden Zeit für den Abschluss, um den Druck zu erhöhen.

  • Umschalten zum 2-gegen-1: Nach dem ersten Pass darf ein zweiter Spieler des passenden Teams nachrücken, um eine Überzahl- bzw. Unterzahlsituation auszuspielen.

  • Wettkampf-Modus: Blau gegen Rot – welches Team erzielt in 4 Minuten mehr Treffer aus ihren jeweiligen Angriffsphasen.

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2. 2-gegen-1 Isolation

✓ Ziel: Maximierung der Entscheidungsqualität in der Überzahl, Schulung des aggressiven Tempodribblings in Richtung des Verteidigers (Gegner binden) und Perfektionierung des Timings für den finalen Pass oder den eigenen Durchbruch.

✓ Aufbau:

  • Ein Aktionsfeld vor dem Großtor mit Torhüter (ca. 25 Meter Tiefe, Strafraumbreite).

  • Zwei Startpositionen für die Angreifer an der Mittellinie (aufgeteilt in Ballführer und nachrückenden Unterstützer).

  • Eine Startposition für den Verteidiger am Strafraumrand oder leicht versetzt.

  • Ausreichend Bälle am Startpunkt der Angreifer.

✓ Spieleranzahl: 6 bis 10 Feldspieler + 1 Torhüter (ideal für Kleingruppen im Stationstraining).

✓ Ablauf:

  1. Der Startreiz: Der erste Angreifer startet an der Mittellinie mit einem explosiven Tempodribbling frontal in den freien Raum vorwärts.

  2. Die Konfrontation: Der Verteidiger rückt im selben Moment aktiv heraus, um den Raum zu verengen. Der zweite Angreifer läuft zeitversetzt und diagonal als Anspielstation mit.

  3. Das 2-gegen-1-Duell: Der Ballführer muss im höchsten Tempo auf den Verteidiger zudribbeln, um diesen zu einer klaren Abwehraktion zu zwingen. Je nach Reaktion des Verteidigers erfolgt die Entscheidung:

    • Verteidiger spekuliert auf den Pass: Der Ballführende zieht das Dribbling mit einer Finte selbst bis zum Torabschluss durch.

    • Verteidiger attackiert den Ball: Im perfekten Timing erfolgt der Querpass in den Lauf des freien Mitspielers, der direkt abschließt.

  4. Rotation: Der Schütze oder Fehlerverursacher wird im nächsten Durchgang zum Verteidiger. Der Verteidiger stellt sich in die Reihe der Angreifer an.

✓ Coaching-Tipps:

  • Aggressives Andribbeln: Das Dribbling darf nicht zögerlich erfolgen. Der Ball muss mit dem Vollspann eng, aber mit maximaler Geschwindigkeit nach vorne getrieben werden, um den Verteidiger unter maximalen Stress zu setzen.

  • Den Verteidiger „einfrieren“: Der Ballführende muss so lange frontal auf den Gegner zudribbeln, bis dieser seine defensive Position aufgeben und sich für eine Seite entscheiden muss.

  • Staffelung der Angreifer: Der passive Angreifer darf nicht auf gleicher Höhe laufen (Abseitsgefahr), sondern muss sich leicht diagonal versetzt im „Passschatten“ anbieten.

  • Konsequenter Abschluss: Sobald sich nach dem Dribbling oder Pass die Schussgasse öffnet, muss der Abschluss ohne Verzögerung gesucht werden.

✓ Variationen:

  • Dribbel-Pflicht-Zone: Der Ballführer muss die ersten 10 Meter zwingend im Dribbling überbrücken und darf nicht vorzeitig abspielen.

  • Zeitlimit (Countdown): Ab dem ersten Dribbelkontakt verbleiben den Angreifern maximal 6 Sekunden für den Torabschluss, um den Druck zu maximieren.

  • Umschalt-Ziel für Defensive: Gewinnt der Verteidiger den Ball, kann er durch ein Hütchentor an der Mittellinie dribbeln, um einen Extrapunkt zu erzielen.

 
3. Evolutionäre Spielform

✓ Ziel: Schulung der kognitiven Flexibilität bei dynamischem Raum- und Spielerzuwachs, schnelles Umschalten von der Isolation (1-gegen-1) auf gruppentaktische Prinzipien sowie das Ausnutzen von temporären Überzahl-Momenten.

✓ Aufbau:

  • Ein Spielfeld im doppelten Strafraum oder in einer Hälfte des Großfelds mit einem besetzten Großtor (Torhüter Nr. 12).

  • Startposition Rot: Die Spieler 1, 2, 3 und 4 formieren sich in einer horizontalen Kette an der Mittellinie / im Halbfeld.

  • Startposition Blau: Die Spieler 1, 2, 3 und 4 stehen an der Grundlinie bereit (jeweils mit Bällen ausgestattet).

✓ Spieleranzahl: 8 Feldspieler (4 vs. 4) + 1 Torhüter.

✓ Ablauf:

  1. Phase 1 (Die Isolation): Ein blauer Spieler passt den Ball scharf zu Rot 1. Rot 1 nimmt an und geht sofort in ein intensives 1-gegen-1 gegen den heraussprintenden blauen Verteidiger 1.

  2. Phase 2 (Die erste Evolution): Nach dem ersten Abschluss oder auf Signal des Trainers wird sofort der nächste Ball von der Grundlinie ins Spiel gebracht. Gleichzeitig betreten Rot 2 und Blau 2 das Feld. Das Spiel läuft nahtlos als 2-gegen-2 weiter.

  3. Phase 3 (Der Raum wird enger): Der Zyklus wiederholt sich. Rot 3 und Blau 3 rücken ein – es entsteht eine hochdynamische 3-gegen-3-Situation, in der die Absicherung im Raum bereits entscheidend wird.

  4. Phase 4 (Das Finale): Schließlich greifen Rot 4 und Blau 4 ein. Das Spiel gipfelt in einem vollwertigen, spielnahen 4-gegen-4 auf das Großtor.

  5. Nach Ablauf der Aktion räumen alle Spieler das Feld, und der nächste Durchgang startet (Rollenwechsel nach einer festgelegten Zeit).

✓ Coaching-Tipps:

  • Sofortige Orientierung: Sobald neue Spieler das Feld betreten, müssen die bereits aktiven Spieler ihre Positionen im Bruchteil einer Sekunde anpassen (Räume freimachen oder absichern).

  • Überzahl-Blitze: Das angreifende Team muss den kurzen Moment, in dem die neu reinkommenden Verteidiger noch im Vollsprint sind, durch schnelles Kombinationsspiel oder Tiefenläufe eiskalt ausnutzen.

  • Lautstarke Kommandos: Da sich die Spieleranzahl ständig ändert, ist eine aggressive, ordnende Kommunikation der Spieler untereinander unerlässlich.

✓ Variationen:

  • Asymmetrisches Nachrücken: Um gezielte Über- und Unterzahlsituationen (z. B. 2-gegen-1, 3-gegen-2) zu provozieren, rücken die Spieler nicht zeitgleich, sondern zeitversetzt auf Trainerkommando nach.

  • Konteroption für Defensive: Erobert Team Blau den Ball, dürfen sie auf zwei Minitore kontern, die an der Mittellinie aufgestellt sind.

  • Kontaktlimit im Finale: Sobald das 4-gegen-4 erreicht ist, gilt ein striktes Zwei-Kontakt-Limit, um das Spieltempo maximal hochzuhalten.

 
4. Kontinuierliches 3-gegen-2 aus der Tiefe

✓ Ziel: Optimierung des Kombinationsspiels und der Entscheidungsfindung in einer klaren Überzahlsituation (3 vs. 2), Schulung des gegnerbindenden Andribbelns im Zentrum sowie schnelles Ausnutzen von freien Räumen auf den Außenbahnen zum Torabschluss.

✓ Aufbau:

  • Ein Aktionsfeld vor dem Großtor inklusive festem Torhüter (Spielfeldtiefe ca. bis zum Halbfeld).

  • Angreifer (Rot): Formieren sich im Halbfeld in zwei Dreierketten hintereinander (z. B. Reihe 1 aktiv im Feld; Reihe 2 wartet direkt dahinter).

  • Verteidiger (Blau): Postieren sich an der Grundlinie links und rechts neben dem Großtor mit einem Ballvorrat.

✓ Spieleranzahl: Ab 6 Angreifer + 4 Verteidiger + 1 Torhüter (perfekt für das mannschaftstaktische Stationstraining).

✓ Ablauf:

  1. Der Eröffnungs-Pass: Ein blauer Spieler von der Grundlinie spielt einen scharfen, flachen Ball nach vorne in das Zentrum der ersten roten Angreiferreihe.

  2. Das Überzahl-Duell: Sofort mit dem Pass sprinten zwei blaue Verteidiger von der Grundlinie aktiv heraus, um die Räume zu verengen. Es entsteht ein dynamisches 3-gegen-2 auf das Großtor.

  3. Die drei roten Angreifer kombinieren im höchsten Tempo gegen die beiden Verteidiger, um eine freie Schussgasse zu kreieren und zum Abschluss zu kommen.

  4. Das Fließband-Prinzip: Sobald die Aktion beendet ist (Tor, Ball im Aus oder Ballgewinn), verlässt die erste Angreiferkette das Feld. Die dahinter wartende rote Dreierkette rückt sofort auf die vordere Linie nach, und der nächste Ball wird von der Grundlinie ins Spiel gepasst.

✓ Coaching-Tipps:

  • Spielfeldbreite optimal nutzen: Die beiden äußeren Angreifer müssen das Feld extrem breit machen. Dadurch werden die zwei Verteidiger gezwungen, die Kompaktheit im Zentrum aufzugeben.

  • Gegner binden: Der zentrale ballführende Spieler muss mit maximalem Tempo direkt auf die Schnittstelle der beiden Verteidiger zudribbeln, um einen Abwehrspieler aktiv aus seiner Position zu locken.

  • Präzises Timing beim Pass: Der Ball muss im exakten Moment – bevor der Angreifer ins Abseits läuft oder der Verteidiger den Passweg zustellt – in den Lauf des startenden Mitspielers durchgesteckt werden.

  • Zielstrebigkeit: Angesichts der Überzahl sollte die Aktion mit wenigen Kontakten und innerhalb weniger Sekunden per Torabschluss veredelt werden.

✓ Variationen:

  • Konteroption für Blau: Wenn die beiden Verteidiger den Ball erobern, dürfen sie einen schnellen Gegenkonter auf zwei Minitore an der Mittellinie ausspielen.

  • Abschluss-Countdown: Nach dem ersten Ballkontakt der Angreifer läuft ein verbaler 6-Sekunden-Countdown des Trainers, um den zeitlichen Druck hochzuhalten.

  • Evolution zu 3-gegen-3: Ein dritter Verteidiger darf von der Grundlinie aus mit einer Verzögerung von 3 Sekunden nachstarten, um das defensive Umschalten zu forcieren.

 
5. 1-gegen-1 Frontal

✓ Ziel: Maximierung der Durchsetzungsfähigkeit im frontalen Eins-gegen-Eins, Schulung des explosiven Richtungswechsels nach einer Finte sowie Optimierung des Torabschlusses unter unmittelbarem Gegnerdruck.

✓ Aufbau:

  • Zwei Startpositionen, die sich frontal gegenüberstehen:

    • Startpunkt Verteidiger (Rot): Zentral im Halbfeld/an der Mittellinie mit einem Ballvorrat.

    • Startpunkt Angreifer (Blau): Zentral an der Strafraumgrenze.

  • Zwei Hütchentore werden links und rechts im Halbraum als visuelle Durchbruchszonen aufgestellt.

✓ Spieleranzahl: Ab 4 Feldspieler (perfekt für hochintensives Kleingruppentraining).

✓ Ablauf:

  1. Aktion starten: Der rote Verteidiger startet mit einem scharfen, zielstrebigen Pass frontal auf den Angreifer zu.

  2. Defensivbewegung: Gleichzeitig rückt der rote Verteidiger aktiv vor, um den Raum zu verengen und den Angreifer zu stellen.

  3. Das Duell: Der Angreifer muss den Verteidiger mit Tempo attackieren und durch eine Finte (z. B. Übersteiger, Tempowechsel) versuchen, dynamisch an ihm vorbeizuziehen.

  4. Durchbruch & Abschluss: Der Angreifer muss, nach erfolgreichem Dribbling, den Ball in das ihm gegenüberliegende Tor schießen.

  5. Rotation: Nach der Aktion wechseln die Spieler die Aufgaben (Angreifer wird Verteidiger, Verteidiger stellt sich hinten bei den Angreifern an).

✓ Coaching-Tipps:

  • Maximales Tempo im Dribbling: Der Angreifer darf vor dem Duell nicht abstoppen. Der Ball muss mit hoher Geschwindigkeit auf den Gegner zugetrieben werden, um diesen in der Rückwärtsbewegung zu Fehlern zu zwingen.

  • Timing der Finte: Die Finte muss im perfekten Abstand (ca. 1,5 bis 2 Meter vor dem Verteidiger) angesetzt werden – zu nah führt zum Ballverlust, zu früh lässt dem Verteidiger Zeit zum Reagieren.

  • Explosiver Antritt: Nach der Finte muss ein schlagartiger Rhythmuswechsel (Vollsprint) erfolgen, um den Verteidiger stehenzulassen.

  • Abwehrverhalten: Der Verteidiger soll aktiv den Raum verengen, den Körperschwerpunkt absenken und den Angreifer auf eine Seite lenken, statt unkontrolliert draufzustürzen.

✓ Variationen:

  • Konteroption für den Verteidiger: Erobert der Verteidiger den Ball, schaltet er sofort um und versucht, im Dribbling die Startlinie der Angreifer zu überqueren.

  • Wettkampf-Modus: Welches Team erzielt in 3 Minuten mehr Tore aus den Eins-gegen-Eins-Aktionen.

 
6. Chaos-Dribbling im Viereck

✓ Ziel: Perfektionierung der engen Ballkontrolle auf engstem Raum, Schulung des peripheren Sehens (Blick weg vom Ball) zur Vermeidung von Kollisionen sowie die blitzschnelle kognitive Umsetzung von Trainerkommandos.

✓ Aufbau:

  • Ein Viereck/Quadrat mit vier Hütchen abstecken (Größe je nach Spieleranzahl, z. B. 12x12 bis 15x15 Meter).

  • Jeder Spieler hat einen eigenen Ball am Fuß.

  • Alle Spieler befinden sich gleichzeitig im Feld.

✓ Spieleranzahl: Flexibel (ideal für 5 bis 12 Spieler; je mehr Spieler, desto höher der Druck).

✓ Ablauf:

  1. Dauerhafter Ballbesitz: Alle Spieler dribbeln gleichzeitig völlig frei, kreuz und quer durch das Viereck.

  2. Striktes Pass-Verbot: Es wird kein einziger Pass gespielt und keine feste Route gelaufen. Jeder konzentriert sich ausschließlich darauf, das eigene Leder permanent in Bewegung zu halten und unter Kontrolle zu behalten.

  3. Der Trainer als Taktgeber: Der Coach steht am Rand und steuert die Intensität über verbale Kommandos oder visuelle Zeichen. Auf Zuruf müssen die Spieler sofort bestimmte Aufgaben (Finten, Richtungswechsel) ausführen.

  4. Kollisionsvermeidung: Wer einen Mitspieler berührt, dessen Ball touchiert oder das Viereck verlässt, muss eine kurze Zusatzaufgabe (z. B. 5x Balltippen) machen.

✓ Coaching-Tipps:

  • Kopf hoch (Peripheres Sehen): Die Spieler dürfen den Blick nicht auf den Ball heften. Der Kopf muss oben sein, um freie Räume und entgegenkommende Mitspieler frühzeitig zu erkennen.

  • Jeder Schritt ein Kontakt: Der Ball wird extrem eng geführt – am besten mit den Außenseiten –, um bei plötzlichen Hindernissen sofort abstoppen oder ausweichen zu können.

  • Raumausnutzung: Die Spieler dazu animieren, nicht alle in der Mitte zu knubbeln, sondern auch die Ecken und den Rand des Vierecks aktiv anzudribbeln.

✓ Variationen:

  • Finten auf Ansage: Der Coach ruft eine bestimmte Finte in den Raum (z. B. „Übersteiger!“, „Schussfinte!“, „Cruyff-Turn!“). Die Spieler müssen diese sofort beim nächsten Mitspieler, der ihnen entgegenkommt, sauber ausführen.

  • Tempowechsel / Sprints: Bei Kommando „Sprint!“ (oder Pfiff) müssen alle Spieler das Tempo mit dem Ball am Fuß für 3 bis 5 Sekunden maximal anziehen, um im Vollsprint Lücken zu finden, ohne die Kontrolle zu verlieren.

  • Vorgeschriebene Fußkontakte: Der Coach bestimmt, wie gedribbelt wird (z. B. „Nur links!“, „Nur Sohle!“ oder „Schnittwende bei jedem Hütchenkontakt“).

 
7. Kombinierter Koordinations- und Dribblingparcours mit Torschuss

✓ Ziel: Schulung der Laufkoordination und Beinarbeit (Frequenz), saubere Ballverarbeitung nach einer koordinativen Zusatzaufgabe, explosives Tempodribbling mit Finte (Ausspielvariante) sowie der präzise Torabschluss unter Zeit- bzw. Rhythmusdruck.

✓ Aufbau:

  • Ein Parcours wird seitlich neben oder im Strafraum aufgebaut.

  • Stationen im Parcours:

    • Eine Startposition mit Ballvorrat an der äußeren Linie.

    • Eine Reihe von Slalomhütchen / Begrenzungen für den ersten Dribbling-Teil.

    • Eine Koordinationsleiter (oder Stangenparcours) für die Schrittfrequenz.

    • Ein Dummy / Hindernis (z. B. Hütchentor oder Slalomstange) für die Ausspielvariante.

    • Zwei Minitore (oder ein Großtor) auf der Grundlinie als Zielzonen.

✓ Spieleranzahl: Flexibel (ideal als isolierte Station für eine Kleingruppe von 4 bis 6 Spielern im Stationstraining).

✓ Ablauf:

  1. Der Start: Der Spieler startet an der Reihe und absolviert das erste Dribbling um die oberen Begrenzungshütchen.

  2. Die Koordination: Nach der ersten Wende wird der Ball kurz kontrolliert abgelegt, und der Spieler durchläuft mit maximaler Schrittfrequenz (z. B. zwei Kontakte pro Feld) die Koordinationsleiter.

  3. Die Ausspielvariante: Direkt nach der Leiter nimmt der Spieler das Tempo wieder mit dem Ball auf, steuert im Vollsprint auf das Hindernis zu und führt eine dynamische Finte (Ausspielvariante) aus, um am virtuellen Gegner vorbeizuziehen.

  4. Der Abschluss: Sofort nach dem Durchbruch folgt der gezielte Flachschuss in eines der bereitstehenden Minitore. Danach holt der Spieler seinen Ball und stellt sich wieder hinten an.

✓ Coaching-Tipps:

  • Explosiver Rhythmuswechsel: Der Übergang von den schnellen, kurzen Schritten in der Koordinationsleiter hin zum raumgreifenden Tempodribbling muss absolut fließend und explosionsartig erfolgen.

  • Saubere Ausführung vor Tempo: In der Koordinationsleiter steht die saubere Beinarbeit im Vordergrund – erst wenn die Schritte sitzen, wird das Tempo maximal erhöht.

  • Blick lösen: Bei der Ausspielvariante (Finte) kurz vor dem Hindernis den Kopf heben, um das Tor anzuvisieren und den Ball blind im Netz unterzubringen.

✓ Variationen:

  • Vorgabe der Finte: Der Trainer bestimmt, welche Ausspielvariante am Hindernis gezeigt werden muss (z. B. nur Übersteiger, Körpertäuschung oder Sohlenwende).

  • Fuß-Spezifikation: Den gesamten Dribbling- und Abschlussbereich ausschließlich mit dem schwachen Fuß absolvieren.

  • Wettkampf gegen die Uhr: Welcher Spieler schafft den gesamten Parcours fehlerfrei in der schnellsten Zeit.

Beim Dribbeln geht es nicht nur um Tempo, sondern um pure Dominanz. In dieser Kategorie isolieren wir die Technik, damit du lernst, den Rhythmus zu diktieren und jede Situation souverän zu lösen, anstatt nur zu reagieren.

Tipp: Klick dich unbedingt auch durch unsere anderen Übungs-Kategorien! Dribbling ist die DNA des Fußballs und steckt in fast all unseren Spielformen.

Willst du der Spieler oder Trainer sein, der auf und neben dem Platz den Unterschied macht?

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